Hier finden Sie das pädagogische Konzept auch als Download in PDF oder Word

 

Pädagogisches Konzept der Grundschule Wutach
(28. Mai 2013)

Erfolgreiches Lernen beginnt bei mir,
bei meinem Engagement, bei meiner Aktivität,
bei meiner Initiative.

 

Für uns wichtige Wörter, die unser Denken und Handeln bestimmen:

ich bin jemand – ich kann etwas

 individuell  gemeinsam
   
fördern und fordern Familienklassen
 selbstständig  Bildungshaus 3-10
 handelnd  Helfersystem
persönliches Lerntempo Projekte

 

1. Welche pädagogischen Ideen treiben uns Lehrkräfte an?
Getreu unserem Leitspruch „Ich bin jemand und ich kann etwas" geht es uns zuerst und vor allem darum, dass jedes Kind an unserer Schule willkommen ist, sich in unserer Schule wohl fühlt und so angenommen wird, wie es ist.
Deshalb heißen wir jedes Kind mit all seinen besonderen Stärken und Schwächen willkommen und schätzen es. Die daraus entstehende Vielfalt dieser Persönlichkeiten bildet die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit und unserer Konzeption von Unterricht.
Wir sind überzeugt davon, dass jedes Kind lernen will, wenn es genügend Zeit zum Lernen bekommt und die Aufgaben seinem Leistungsvermögen entsprechen Ziel unserer täglichen Arbeit ist es, die Kinder auf das selbstständige selbstverantwortliche Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten. Deshalb wollen wir sowohl zur Entwicklung des Lernvermögens, aber auch zur Entwicklung der Persönlichkeit beitragen.
Genauso wichtig wie die Wissensvermittlung sind uns auch andere Bereiche. Die Förderung von Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und sozialen Verhaltensweisen ist ebenso wichtig wie die Förderung von Kreativität und Fantasie, sowie die Entwicklung von persönlichen Interessen und Fähigkeiten.
Im Wissen, dass die Begeisterung der Kinder ein wesentlicher Motor für gelingendes Lernen ist, ist es unser Anspruch, ihre Lebenswelt und Interessen in den Unterricht einzubeziehen. So bieten wir beispielsweise Wahlmöglichkeiten bei den MNK-Themen, lassen die Schüler ihre Projektthemen weitestgehend selbständig bestimmen und legen Wert auf regelmäßige Zusammenkünfte bei Projektpräsentationen, dem gemeinsamen Mittagessen oder bei Festen mit den Eltern.
Uns ist bewusst, dass eine friedvolle Atmosphäre die Voraussetzung für störungsfreies Lernen ist. Deshalb ist uns ein achtungsvoller Umgang in den Klassen und auf den Fluren wichtig. In unseren Familienklassen sind die Kinder gut aufgehoben und sicher. Im täglichen Zusammensein mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen, mit wechselnden Sitznachbarn und durch das gegenseitige Helfen erspüren die Kinder ein soziales Miteinander.
Wir sehen Fehler als notwendige Zwischenschritte, um Dinge zu begreifen und lösen zu können. Fehler sind Hinweise auf andere Denk- und Handlungsmuster. Sie geben Anlass für den Austausch mit Mitschülern und der Lehrkraft. Nur wenn Kinder sich in ihrem Selbstwertgefühlt geachtet fühlen, nur wenn Kinder sich in einem Team anerkannt fühlen, können sie sich zu einer selbständig denkenden, aktiven und kooperativen Persönlichkeit entwickeln.
Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Kinder sowohl bei ihrer Entwicklung zur Persönlichkeit als auch beim Lernen zu unterstützen und zu ermutigen. Dabei wollen wir sie durchaus herausfordern, ihre persönlichen Leistungsgrenzen zu erreichen und wenn möglich auch zu überwinden. Deshalb müssen wir die Aufgaben so wählen, dass sie eine hohe Anforderung an das Kind stellen, aber trotzdem vom Kind mit seinen Fähigkeiten gelöst werden können. Wir wollen die Kinder also gleichermaßen fördern und fordern.

2. Wie organisieren wir das Lernen?
An der Grundschule Wutach lernen Kinder in drei jahrgangsgemischten Familienklassen (1.-4. Klassenstufe gemeinsam). Dadurch bieten wir unseren Schülern die Möglichkeit, sich in verschiedenen Rollen auszuprobieren. In unserem Helfersystem ist jedes Kind unabhängig vom Alter einerseits der Kleine, der Hilfe von der Lehrkraft oder einem Mitschüler annimmt oder andererseits der Große, der anderen Hilfe gibt. Beim Erklären wird der Lernstoff wiederholt und neu durchdacht. Außerdem muss der Lösungsweg versprachlicht werden, was für Grundschüler eine hohe Anforderung darstellt.
Jedes Kind arbeitet täglich während der ersten drei Stunden selbstständig an seinem Arbeitsplan, der sich aus Deutsch- und Matheinhalten zusammensetzt. Diese sind in Regalen aufbewahrt und nach Themen gegliedert. Der Arbeitsplan dient als Orientierungshilfe für die Kinder. Er gibt ihnen den Rahmen für ihr wöchentliches Arbeitspensum vor, das sich aus den Mathe- und Deutschregalen sowie Arbeitsheften zusammensetzt. Schon Geleistetes wird im Arbeitsplan angekreuzt. Außerdem enthält er Platz für die eigene Reflexion über die Arbeitsweise.
Wir bevorzugen diese Arbeitsform, weil wir wissen, dass jedes Kind seine ganz eigenen Vorkenntnisse und vorhandenen Fähigkeiten mitbringt. Deshalb gestalten wir die Arbeitspläne nur im Groben für alle Schüler gleich. Wir differenzieren, indem wir Schwerpunkte legen, weniger wichtige Dinge streichen und verschiedene Lernniveaus anbieten. Im Wissen um die verschiedenen Lerntypen bieten wir andere Zugangsweisen an. So berücksichtigen wir das Lerntempo jedes Kindes und lassen ihm möglichst viel Raum, um handelnd zu lernen.
Nach dieser ersten Lernphase, in der aufgrund der starken Differenzierung häufig individuell gearbeitet wird, legen wir in den nachfolgenden Stunden (HuS, Musik, Englisch, BK und Sport) besonderen Wert auf andere Arbeitsformen, die besonders eine gemeinsame Bearbeitung einfordern. Dabei achten wir auch immer auf eine gemeinsame Arbeit in altersgemischten Gruppen.
Wichtig sind uns die drei Projektwochen, in denen unsere Schüler in jahrgangsgemischten Gruppen ein Thema selbstständig erarbeiten. Dabei wählen sie ihre Arbeitsmittel weitgehend selbst, können den Computerraum für Internetrecherchen oder das Layout benutzen. Wir Lehrkräfte begleiten die Kinder, geben Tipps und Hilfen. Die Abschlusspräsentationen sind kleine Höhepunkte im Schulalltag, bei denen die Eltern willkommene Gäste in der Schule sind.

3. Welche Rolle spielen wir Lehrkräfte im Lernprozess unserer Schüler?
In der Arbeitsplanphase geben wir Erwachsenen den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit, indem wir immer als Ansprechpartner da sind. Wir achten darauf, die Kinder zunächst gewähren und sie Dinge selbst (oder mit einem Mitschüler zusammen) herausfinden zu lassen. Wichtig ist uns die verbale Auseinandersetzung über ein Problem mit dem Kind oder der Kinder untereinander. Bei Fragen reagieren wir beratend und geben Anregungen. Wenn ein Kind alleine nicht mehr weiterkommt, zeigen wir Lösungswege auf.
Da wir ständig mit Fragen aus den unterschiedlichsten inhaltlichen Bereichen der verschiedenen Klassenstufen konfrontiert sind, müssen wir in hohem Maße flexibel und kompetent sein. Genau wie unsere Schüler entdecken und erfahren wir dabei Neues und sind somit genauso Lehrende wie Lernende.
Die Türen der Klassen- und des Lehrerzimmers an der GS Wutach stehen immer offen. So können in einer Atmosphäre der gegenseitigen Achtung jederzeit Gespräche geführt, Hilfen geholt oder gegeben werden, Klärungen stattfinden und klassenübergreifend an Themen gearbeitet werden. Auch für die Eltern unserer Schüler und andere Besucher stehen unsere Türen immer offen.

4. Wie begegnen wir den Unterschiedlichkeiten unserer Schüler?
Wir geben unser Bestes, um kein Kind nach einer Statusdiagnose zurückzulassen, an eine „besondere" Schule abzugeben oder Kinder in speziellen Förderstunden betreuen.
Die Besonderheiten einzelner Schüler sehen wir als Ausdruck ihrer Individualität, die allesamt wertvoll sind und gefördert werden sollten. Dieser Vielfalt an unterschiedlichen Begabungen können wir nicht gleichschrittig begegnen. Um jedem Kind gerecht werden zu können und es ausreichend zu fördern, ist die Lernform „Arbeitsplan" für uns die einzige adäquate Lösung.
Die unterschiedlichen Interessen, Lerngeschwindigkeiten oder Konzentrationsphasen unserer Schüler spornen uns an, ihnen zum einen verschiedene Aufgaben und Materialien anzubieten und zum anderen quantitativ differenzierte Anforderungen an sie zu stellen (z.B. Verringern der Aufgabenanzahl im Arbeitsplan). Somit haben Kinder mit erhöhtem Förderbedarf die nötige Zeit, um in ihrem Tempo zu lernen. Leistungsstarke Kinder arbeiten von Anfang an Aufgaben mit besonderen Anforderungen.
Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere Schüler aufgrund ihrer Begabungen auf unterschiedlichen Niveaus lernen. Deshalb arbeiten wir mit Kompetenzrastern. Auf einem Arbeitsblatt befindet sich eine Vielzahl an Aufgaben zu einer Kompetenz (z.B. einer Rechenschwierigkeit). Das Kind entscheidet selbst, wie lange es eine Kompetenz einübt und überprüft am Ende seine Fähigkeit. Beherrscht er die Kompetenz sicher, arbeitet es zu einer anderen Kompetenz. Noch nicht erfüllte Kompetenzen übt es nochmals ganz gezielt. So entstehen keine Lücken und unsere Schüler haben ein sicheres Fundament, auf dem sie auch in der weiterführenden Schule aufbauen können.
Dadurch erreichen wir eine Förderung bzw. Forderung aller Kinder, den (hoch-)begabten genauso wie den Kindern mit Lernschwierigkeiten.
Unsere Familienklassen ermöglichen es einem Kind, die Klassen schneller oder langsamer zu durchlaufen, ohne es für seine Mitschüler offensichtlich in eine andere Klassenstufe aussondern zu müssen. Somit erhält es den nötigen Raum für individuelle Entwicklungsprozessen und ist dennoch in der vertrauten Klassengemeinschaft aufgehoben.

5. Wann und wie beginnen die Kinder ihren Lernweg an unserer Schule?
Zusammen mit dem Kindergarten St. Josef bildet die Grundschule Wutach das Bildungshaus Wutach. Wir sehen die Erzieherinnen als gleichberechtigte Partner, treffen uns regelmäßig zum Austausch und besuchen zusammen Fortbildungen. Gemeinsam begleiten wir die Kindergartenkinder in ihrer Entwicklung zum Schulkind und führen sie mit vielfältigen Aktionen an unsere Schule heran. Kindergartenkinder sind nicht nur ständige Besucher, sondern auch aktiv Mitwirkende an unserer Schule.
So betreuen Tandems aus Erzieherin und Lehrkraft die Kindergartenkinder ab dem Alter von vier Jahren wöchentlich 2 Stunden mit Schulkindern der Klasse 1-3 in Themengruppen.
Mit dem regelmäßigen Vorlesen von Dritt- und Viertklässler im Kindergarten und einem gemeinsamen Aktionstag für alle Kindergarten- und Schulkinder stellen wir einen unverkrampften Kontakt zur Schule her.
Zudem bieten wir das freiwillige „Angebot Schule" an. Alle Kindergartenkinder, die neugierig auf die Schule sind, können täglich von acht bis neun Uhr zu uns in die Schule kommen. Hier können sie selbständig (bei Bedarf mit Unterstützung eines Patenkindes und der Lehrkraft) an einem eigenen Regal mit Aufgaben zu Vorläuferfähigkeiten, Zahlen und Buchstaben arbeiten.
Die Fünf- und Sechsjährigen, das „Starke Team" genannt, werden von einer Kooperationslehrkraft betreut, die zunächst zur Beobachtung ein Mal wöchentlich in den Kindergarten kommt. Zwischen November und Juni arbeitet sie dann jede Woche während einer Stunde allein mit ihnen.
Durch diese häufigen Begegnungen mit den Kindergartenkindern und dem ständigen Austausch mit den Erzieherinnen und ggf. auch den Eltern können wir besondere Talente oder förderungsbedürftige Merkmale eines Kindes schon früh feststellen.
Als logische Konsequenz daraus bieten wir nicht nur den „klassischen" Einschulungstermin nach den Sommerferien an, sondern verfolgen das Konzept der „Individuellen Einschulung". So können zum einen Kinder schon vor dem eigentlichen Einschulungstermin zu uns kommen, wenn spezielle Begabungen und Interessen vorliegen. Aber vor allem zurückgestellten Kindern bieten wir so die Möglichkeit, die für ihre Entwicklung nötige Zeit im Kindergarten zu verbleiben und dann schon vor Schuljahresbeginn zu uns zu wechseln.
Innerhalb eines Übergangskorridors von einem Monat kann das Kind frei zwischen Kindergarten und Schule wechseln (z.B. einige Tage Schule, einige Tage Kindergarten). Anschließend beraten Eltern und Lehrkräfte gemeinsam, ob ein Schulbesuch sinnvoll ist oder besser zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen sollte Mit einer gemeinsamen Feier von Kindergarten und Schule wird die Einschulung des Kindergartenkindes dann zelebriert.
Abhängig vom individuellen Entwicklungsstand eines Kindes beträgt die Grundschulzeit an unserer Schule somit variabel zwischen 3 ½ und 5 ½ Jahren.

6. Wie bewerten wir die Leistungen unserer Schüler?
Begabung ist nicht mit Leistung gleichzusetzen. Für uns ist jedes Kind ein begabtes Kind, egal wie schnell es arbeitet oder wie viele Aufgaben es löst. Deshalb legen wir Wert darauf, dass die Lernentwicklung jedes Kindes stärkenorientiert dargestellt wird. Jeder soll rückgemeldet bekommen, dass er etwas kann.
Demzufolge gibt es keine Sanktionen, wenn ein Kind eine falsche Arbeitsweise zeigt (z.B. unkonzentriert ist), am Ende der Woche einen unvollständigen Wochenplan hat oder falsche Arbeitsergebnisse vorweist. Im Gespräch zwischen Lehrkraft und Kind und ggf. auch den Eltern soll stattdessen herausgefunden werden, welche Gründe es dafür gibt. Wichtig ist außerdem, dass umsetzbare Vorsätze gefunden werden, um eine Verbesserung der Situation herzustellen.
Uns ist wichtig, dass die Kinder nicht auf die Bewertung ihrer Leistung durch den Lehrer angewiesen sind. Sie sollen lernen, selbst festzustellen, ob sie etwas verstanden haben und sicher beherrschen oder ob sie noch daran üben müssen. Deshalb reflektiert jedes Kind täglich seine Leistung und notiert in seinem Lerntagebuch, woran und wie es gearbeitet hat und ob es Hilfe gebraucht hat. In Feedback-Gesprächen zwischen Schüler und Lehrkraft wird am Ende der Woche über die Arbeitsweise und über gelungene oder nicht so gelungene Arbeitsergebnisse gesprochen. In einer gemeinsamen Absprache wird eine Zielvorgabe für die Arbeit in der kommenden Woche festgelegt.
Klassenarbeiten im herkömmlichen Sinn (alle Kinder schreiben im selben Raum in 45 Minuten denselben Mathetest, dasselbe Diktat oder denselben Aufsatz) gibt es bei uns an der Schule nicht. Hat ein Schüler beispielsweise eine Aufgabensammlung beendet, so holt es sich beim Lehrer den Test, der die dazugehörigen Inhalte abfragt. Diesen bearbeitet er dann während der Arbeitsplanphase in seinem Tempo. Diktate und Aufsätze werden regelmäßig von der Lehrkraft eingesammelt und bewertet.
Wir wollen den Kindern ein möglichst lückenfreies Grundwissen geben und ein sicheres Fundament für das Lernen an den weiterführenden Schulen geben. Deshalb werden die „Klassenarbeiten" nach der Korrektur gemeinsam mit dem Kind besprochen. Nicht richtig gelöste Aufgaben werden nochmals geübt, bis das Kind sie sicher beherrscht.
Wir verzichten bei der Bewertung auf Noten. So wollen wir gewährleisten, dass die Freude des Kindes am Lernen erhalten bleibt, es keine Angst vor Klassenarbeiten haben muss und sich in der Schule wohlfühlt. Es lernt für sich und nicht für die Noten und spürt somit keinen Leistungsdruck durch den Vergleich seiner eigenen mit der Leistung anderer Kinder. Dadurch erfährt es eine Stärkung seiner Persönlichkeitsentwicklung und seines Selbstbewusstsein. Das Kind bzw. seine Eltern erhalten eine Rückmeldung darüber, was es schon sicher beherrscht. und woran es nochweiter üben sollte. Die Tests dienen also lediglich zur Dokumentation des momentanen Entwicklungsstandes.

7. In welcher Art und Weise reflektieren wir Lehrkräfte unser Tun?
Um unsere pädagogische Arbeit immer nach bestem Gewissen leisten zu können, ist es wichtig, dass wir unser Tun ständig überdenken.
Deshalb haben wir eine wöchentliche Teamstunde, in der wir aktuell auftretende Probleme in den Arbeitsplanphasen und den Fächern diskutieren und über einzelne Schüler und nötige Fördermaßnahmen sprechen.
Um unseren Schülern möglichst optimale Lernbedingungen bieten zu können, müssen wir Lehrer auf dem Stand der neuesten pädagogischen Erkenntnisse über Lernen und Verhalten von Kindern sein. Deshalb ist zusätzlich zu Fortbildungen am Nachmittag eine mehrtägige Fortbildung alle zwei Jahre für jede Lehrkraft verbindlich. Dabei wird auf die aktuelle familiäre Situation der Lehrkräfte Rücksicht genommen.
Außerdem ist die Grundschule Wutach im Schulverbund "Blick über den Zaun". Mit den Besuchen unserer „Kritischen Freunde" holen wir gezielt Kritik von außen, die uns auf unserem pädagogischen Weg weiterbringt. Lehrkräfte aus unserer Schule besuchen im Gegenzug die Partnerschulen, um durch das Kennenlernen ähnlicher oder auch anderer Schulstrukturen unser eigenes Schulleben zu optimieren.

8. Welche Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern pflegen wir?
Für uns sind die Eltern die wichtigsten Partner ihrer Kinder. Deshalb forcieren wir eine intensive und kontinuierliche Elternarbeit. Wir laden die Eltern zu sechs Elterngesprächen im Schuljahr ein. So ist eine schnelle Weichenstellung möglich, wenn ein Kind ein auffälliges Verhalten zeigt und wir gemeinsam Ursachenforschung betreiben („Ist zu Hause momentan etwas anders oder neu?"), es Stofflücken hat (Eltern erhalten Übungsmaterial für zu Hause) oder besonders positive Ergebnisse zeigt (z.B. frühzeitige Einschulung bei häufiger freiwilliger Nutzung des „Angebots Schule"). Die Eltern erhalten von uns einen mündlichen Bericht über den aktuellen Entwicklungsstand ihres Kindes und gemeinsam legen wir die nächsten Entwicklungsschritte oder Schwerpunkte im Arbeitsplan fest.